Bleiakkumulatoren müssen geladen bleiben, da die Zellen sonst dauerhaft beschädigt werden können. Ist ein Bleiakku vollständig entladen, lädt man ihn am besten sehr langsam mit einem Erhaltungsladegerät auf. Dadurch können sich die einzelnen Zellen erholen und der Akku behält seine Ladung. Lädt man einen vollständig entladenen Bleiakku zu schnell auf, verliert er wahrscheinlich seine Ladung. Prüfen Sie, ob die Zellendeckel des Akkus abgenommen sind. Falls ja, prüfen Sie den Flüssigkeitsstand im Akku.
1. Tragen Sie Schutzhandschuhe. Bleiakkumulatoren enthalten Schwefelsäure, die bei Hautkontakt Verätzungen verursacht.
2. Legen Sie die vollständig entladene Blei-Säure-Batterie auf eine Batteriehalterung oder ein flaches Holzstück. Entfernen Sie die sechs Zellkappen oben auf der Batterie. Schrauben Sie sie mit den Fingern ab oder hebeln Sie sie mit einem Schlitzschraubendreher ab. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, da die Zellen Schwefelsäure enthalten. Manche Batterien sind versiegelt. Versuchen Sie nicht, die Zellen zu öffnen, wenn sie versiegelt sind.
3. Prüfen Sie den Flüssigkeitsstand. Beachten Sie die Markierung in jeder Zelle. Die Flüssigkeit sollte bis zur Markierung reichen. Falls die Zellen mehr Flüssigkeit benötigen, füllen Sie destilliertes Wasser nach. Achten Sie darauf, dass die Zellen vollständig mit Wasser bedeckt sind. Verschließen Sie die Zellen wieder.
4. Nehmen Sie Ihr Ladegerät und platzieren Sie es in der Nähe des Akkus. Stellen Sie das Ladegerät auf die niedrigste Ladestufe ein. Einige Ladegeräte haben voreingestellte Stufen, andere einen Schalter zur Einstellung. Manche bieten auch eine sogenannte Erhaltungsladung. Dies ist die niedrigste Stufe und ideal zum Laden eines entladenen Akkus.
5. Verbinden Sie das schwarze Kabel des Ladegeräts mithilfe der Federklemme am Kabelende mit dem Minuspol der Batterie. Verbinden Sie das rote Kabel des Ladegeräts mit dem Pluspol der Batterie. Beide Anschlüsse sind deutlich gekennzeichnet.
6. Schließen Sie Ihr Ladegerät an und schalten Sie es ein. Überprüfen Sie, ob das Ladegerät den Akku lädt. Der Drehknopf zeigt die Laderate an oder eine Kontrollleuchte leuchtet auf.
7. Lassen Sie den Akku 24 bis 36 Stunden lang aufladen. Schalten Sie das Ladegerät aus und trennen Sie die Kabel vom Akku.
8. Überprüfen Sie die Ausgangsspannung der Batterie mit einem Voltmeter. Berühren Sie mit den roten und schwarzen Kabeln des Voltmeters den Plus- und Minuspol der Batterie. Zeigt das Voltmeter 12 Volt an, ist die Batterie geladen.
9. Lassen Sie die Batterie ein bis zwei Tage ruhen. Überprüfen Sie die Ausgangsspannung mit einem Voltmeter. Liegt der Wert zwischen 11 und 12 Volt, ist Ihre vollständig entladene Blei-Säure-Batterie wieder aufgeladen. Zeigt das Voltmeter weniger als 11 Volt an, verliert die Batterie an Ladung. Je niedriger die Spannung, desto stärker ist die Batterie beschädigt.



























