Wenn Autobatterien längere Zeit nicht benutzt werden, verlieren sie ihre Ladefähigkeit. Mit der Zeit verbindet sich das Blei der inneren Platten mit dem Elektrolyten und bildet Bleisulfat. In diesem Fall muss die Batterie vollständig desulfatiert werden, damit sie wieder Ladung speichert. Die Desulfatierung wird auch als Batterieaufbereitung bezeichnet. Da Batterien giftige Chemikalien wie Blei enthalten, sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Tragen Sie bei diesem Vorgang immer eine Schutzbrille und Handschuhe.
Anleitung: Batterie entnehmen
1. Ziehen Sie die Handschuhe und die Schutzbrille an.
2. Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Fahrzeug in Parkstellung befindet. Öffnen Sie die Motorhaube, indem Sie den Hebel unter dem Lenkrad ziehen; dieser befindet sich üblicherweise links unter dem Lenkrad. Fixieren Sie die Motorhaube gegebenenfalls mit der dafür vorgesehenen Öffnung, um sicherzustellen, dass sie offen bleibt.
3. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs nach, ob die Autobatterie einen Minuspol (Masse) hat, wie die meisten Batterien. Ein Minuspol ist durch ein „-“ oder „NEG“ am Batteriepol gekennzeichnet. Ein Pluspol ist durch ein „+“ oder „POS“ gekennzeichnet. Falls die Batterie einen Pluspol hat, trennen Sie zuerst dieses Kabel. Lösen Sie die Mutter und die Schraube an der Klemme, die das Kabel am Pluspol der Batterie hält. Entfernen Sie das Kabel. Trennen und entfernen Sie anschließend das Kabel zum Minuspol.
4. Entfernen Sie die Halterung der Batterie mit einem geeigneten Schraubendreher. Die Batterie kann beispielsweise mit mehreren Kreuzschlitzschrauben befestigt sein. Lösen Sie die Schrauben mit einem Schraubendreher. Drehen Sie die restlichen Schrauben von Hand heraus, damit Sie sie nicht verlieren. Entnehmen Sie die Batterie.
Schließen Sie den Desulfatierungsprozess ab
5. 200 bis 225 g Bittersalz abmessen. 0,5 Liter destilliertes Wasser auf 65 °C erhitzen. Die Siedetemperatur mit einem Thermometer überprüfen. Das Bittersalz in das heiße Wasser geben und auflösen lassen.
6. Ziehen Sie Ihre Handschuhe und Schutzbrille wieder an, falls Sie diese abgenommen haben. Entfernen Sie die Kappen der Batteriezellen. Falls die Batterie so versiegelt ist, dass die Batteriezellen nicht sichtbar sind, suchen Sie die sogenannten „Schattenstopfen“, die die Batteriezellen abdecken. Diese sind auf dem Batteriefach selbst eingezeichnet. Bohren Sie vorsichtig entlang der Umrisse der Schattenstopfen, bis die Zellen sichtbar werden.
7. Lassen Sie die restliche Batteriesäure in den Eimer ab. Neutralisieren Sie die Flüssigkeit, indem Sie Natron hinzufügen. Entsorgen Sie die neutralisierte Säure, indem Sie sie in den Abfluss gießen. Drehen Sie das Wasser auf und gießen Sie die neutralisierte Säure langsam in einen Abfluss im Haus oder im Garten. Dieses Verfahren ist sicher, da die Flüssigkeit mit Natron neutralisiert wurde.
8. Füllen Sie mithilfe von Plastiktrichtern Bittersalz in jede Batteriezelle, bis diese vollständig gefüllt ist. Setzen Sie die Batteriedeckel wieder auf. Falls Sie Löcher in eine versiegelte Batterie gebohrt haben, müssen Sie diese mit Plastikstopfen verschließen. Schütteln Sie die Batterie vorsichtig, um sicherzustellen, dass sich das Bittersalz gut verteilt.
9. Lesen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Ladegeräts . Jedes Ladegerät funktioniert anders. Laden Sie die Batterie, indem Sie das Pluskabel („+“ oder „POS“) an den Pluspol und anschließend das Minuskabel an den Minuspol anschließen. Laden Sie die Batterie gemäß der Bedienungsanleitung Ihres Ladegeräts. Wählen Sie die korrekte Einstellung „VOLT/AMP“ an Ihrem Ladegerät. Die Batterie wird nach dem Ladevorgang desulfatiert.



























